Bericht Waldhof Mannheim - 1. FC Kaiserslautern

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1 Woche 6 Tage her #644 von Vorstand
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Dem Derbysieg so nah… und doch wieder nur ein Punkt

Nach wochenlangem Entgegenfiebern stand das Spiel der Spiele für dieses Jahr, für diese Region und für jeden FCK-Fan vor der Tür. Endlich sollte der Knoten platzen und der erste Sieg im Jahre 2020 eingefahren werden.

Am Treffpunkt in Böhl durften wir fast 80 Mitglieder und Freunde begrüßen, die bester Stimmung und Vorfreude waren, denn für viele war dies das erste Derby gegen die Barackler. Nach reibungsloser Vergabe der roten Regenjacken, welche mit dem Derby-Motto „Waldhof Verrecke geziert waren, machten wir uns geschlossen auf den Weg zum Bahnhof, um anschließend mit der Bahn Richtung Treffpunkt Berliner Platz zu fahren.

Auf dem Berliner Platz fanden sich rund 2000 Fans in besagter roter Montur wieder, die sich gemeinsam auf das Spiel einstimmten. Weiter ging es gegen 10.30 Uhr per Zug an den Bahnhof der Eishockey-Arena, an der uns eine Großzahl von Polizei Empfang. Das erste Schmunzeln kam vielen an den Shuttlebussen ins Gesicht, nicht nur das die Polizei über ihre Lautsprecher das Betze-Lied abgespielt haben, sondern die Busse waren allesamt mit der Zahl „666“ versehen, welche im Volksmund mit dem Teufel in Verbindung gebracht wird. (Da war wohl wieder ein einfallsreicher Praktikant bei der Polizei unterwegs, der die Stimmung damit aufheitern wollte. Anm. d .Red.)

Zusammen mit dem Großteil des Fanclubs legte man den restlichen Weg vom Parkplatz zum Stadion zu Fuß zurück. Dort angekommen entpuppte sich die Eingangskontrolle als Desaster. Nach der Kartenkontrolle wurde es für die FCK-Fans immer enger und enger, denn die örtlichen Ordner/Polizei hat lediglich ein Tor zu den Kontrollen aufgemacht.

Nachdem ein Großteil der Lautrer Fans den Weg ins Stadion hinter sich gebracht hatten, wurde die Tribüne unter lautem „Hurra, Hurra, die Lautrer, die sind da“ und einiger Pyrotechnik förmlich überfallen.

Zum Einlaufen zeigten die Barackler eine fragwürde und eher missglückte zwei-teilige Choreo. Die 4000 Lautrer-Fans läuteten das Spiel mit einer großen Pyroshow ein, welche dazu führte, dass die Partie einige Minuten später angepfiffen wurde. Die erste Halbzeit war sehr stimmungsvoll und emotionsgeladen, obwohl man von der Gegenüberliegenden Seite mehr erwartet hatte. Wir konnten uns Anfangs gute Chancen erarbeiten, kamen jedoch nicht zum Erfolg. Die Barackler sind mit der Zeit besser ins Spiel gekommen, konnten sich aber keine nennenswerten Chancen erarbeiten. So ging es mit 0:0 in die Kabine und wir konnten Energie für die zweite Halbzeit tanken.

Die zweite Hälfte begann ebenfalls mit einer leichten Verzögerung. Nachdem beide Fan Lager Pyrotechnik zündeten, schickte der Schiedsrichter beide Parteien zunächst einmal wieder in die Kabine. Nachdem sich der Rauch im Stadion verflüchtigt hatte, konnte die Partie fortgesetzt werden.

Es begann so wie die erste Halbzeit aufgehört hatte, die Barackler hatten mehr vom Spiel, doch das Lautrer Abwehrbollwerk lies nichts zu. In der 73. Minuten kam es zur völligen Eskalierung im Block, als Hendrick Zuck das 1:0 für unseren FCK erzielte. Freudetaumelnd lagen sich wildfremde Menschen in den Armen und im Block wurde wiederum Pyrotechnik gezündet. Nun sprach alles für uns, dass die Sieglosserie endlich reißt und das auch noch im Derby.

Doch die Mannschaft konnte in der Schlussphase kaum noch für Entlastung sorgen, was zur Folge hatte, das in der 87. Minute der Ausgleich fiel. Dies sorgte für Entsetzen im Block und auf einmal war die Angst da, das Spiel in den letzten Minuten noch zu verlieren. Dies ist zum Glück nicht mehr geschehen. Endstand einer emotionsgeladenen Partie 1:1.

Nach Spielende kam es nochmals zu einer kurzen chaotischen Szene, als ein kleiner Teil beider Fan Lager auf den Platz stürmten. Doch die Polizei hatte schnell alles im Griff. Abschließend zu sagen, war es ein friedliches, aber stimmungsvolles Derby.

(Über die Partie verteilt, zeigten die Barackler mehrere beleidigende Spruchbänder in Richtung der roten Wand, welche 40km weiter süd-östlich sicher zu mehrmaligen Unterbrechungen geführt hätte. Anm. d. Red.)

Mit mehr Ernüchterung als Zufriedenheit über den Punkt machten wir uns auf dem Rückweg mit den Bussen zum Bahnhof, an dem der Sonderzug auf uns wartete. Das Wetter nach dem Spiel spiegelte die Gemütslage in Angesicht der Tabellensituation wieder, denn es schüttete kurzzeitig wie aus Eimern. Nachdem sich wieder alle Mitglieder und Freunde am Bahnhof versammelt hatten, fuhren wir wieder problemlos Richtung Heimat. In Böhl angekommen wurde der Tag bei ein, zwei Bier nochmals Revue passieren gelassen.

Positiv hervorzuheben ist, dass unsere Gruppe sich zu jedem Zeitpunkt geschlossen aufgehalten hat und somit ein einheitliches Bild nach Außen gegeben hat.

Wann wir das nächste Mal wieder Fußball sehen und unseren heißgeliebten FCK unterstützen können ist leider nicht abzusehen. Aber wir alle können mithelfen, dass sich dieses scheiß Virus nicht weiter verbreitet und wir hoffentlich in naher Zukunft eine Besserung sehen. In diesem Sinne:

BLEIWE DEHÄM! #flattenthecurve

Eure Red Fanatics

KEEP ON FIGHT FOR RED AND WHITE

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